Wiener Kaffeehausgeschichten, Lesung & Musik

Fritz Karl & OÖ. CONCERT Schrammeln

mittwoch, 1. april 2020, 19.30 uhr, LANDESMUSIKSCHULE GUNSkirchen

 

Umwerfend Witziges und Skurriles aus der Welthauptstadt des schönen Scheins.

 

Besetzung

Fritz Karl — Rezitation

Peter Gillmayr — 1. Violine

Kathrin Lenzenweger — 2. Violine

Andrej Serkov — Schrammelharmonika

Guntram Zauner — Kontragitarre

Mit Literatur von H. C. Artmann, Helmuth Qualtinger und den Wiener Kaffeehausliteraten aus der Zeit des Fin de siècle rund um Karl Kraus, Anton Kuh, Peter Altenberg und Alfred Polgar. Durch die melancholischen und tänzerischen Melodien der für Wien typischsten Musikform, der Schrammeln, wähnt man sich unverzüglich im Wiener Heurigenbezirk Grinzing.

Karten
gibt es im Marktgemeindeamt Gunskirchen, bei allen Raiffeisenbanken in OÖ, bei allen Ö-Ticket-Verkaufsstellen und online bei Ö-Ticket.

 

 

Die OÖ. Concert- Schrammeln
sind, 1996 gegründet und 2009 neu formiert, Mitglieder der Österreichischen Salonisten, Lehrer im OÖ. Landesmusikschulwerk sowie Solisten, Kammer- und Orchestermusiker. Sie spielen originale Schrammelmusik von Johann und Josef Schrammel, Mikulas, Sioly, den Sträußen, Ziehrer, Strohmayer u.a.

 

Programme und Auftritte im gesamten deutschsprachigen Raum mit Erwin Steinhauer, Fritz Karl, Wolfgang Böck, Agnes Palmisano, Günter Rainer, Erich Wessner, Walter Zeh, Franz Suhrada, Barbara Wussow u.a.

Schrammelmusik
ist eine für Wien typische Musikgattung des ausgehenden 19. Jahrhunderts und gilt als Wiener Volksmusik.

Sie wurde nach den Waldviertler Musikern, Geigern und Komponisten Johann und Josef Schrammel benannt, die 1878 mit dem Gitarristen Anton Strohmayer in Wien ein kleines Ensemble gründeten, mit dem sie ein volkstümliches Repertoire mit Liedern und Märschen, Tänzen und Walzern in Heurigen und Gaststätten darboten.

 

Nach dem Anschluss des Klarinettisten Georg Dänzer zum Orchester 1884 nannten sie sich „Specialitäten Quartett Gebrüder Schrammel“ und erlangten mit ihrer Art, Wienerlieder zu spielen, rasch große Berühmtheit. Sie spielten nun auch in den Palais und Salons der Wiener Aristokratie und des Großbürgertums. Der „Schrammeleuphorie“ schlossen sich als Verehrer auch Größen wie Johann Strauss und Johannes Brahms an, später sollte auch Arnold Schönberg von der Schrammelmusik schwärmen. Schon zu Lebzeiten der Brüder war das Wienerlied unter der Bezeichnung „Schrammelmusik“ bekannt.

Die Schrammelmusik wird vor allem durch die „weinende“ (raunzende), melancholische, aber trotzdem chansonartig beschwingte Instrumentierung charakterisiert.

 

Typische Besetzungen sind: Zwei Geigen, Kontragitarre, Klarinette (meist G-Klarinette, auch „picksüßes Hölzl“ genannt), später auch Knopfharmonika (Schrammelharmonika). In ihrer nur sieben Jahren währenden Schaffensperiode komponierten die Gebrüder Schrammel über 200 Lieder und Musikstücke; mit diesen setzten sie der Wiener Musik einen Höhepunkt.

Foto: Agentur Kelterborn
Foto: Agentur Kelterborn

Fritz Karl

 

(Quelle: kurier.at)

Der Oberösterreicher Fritz Karl ist einer der meistbeschäftigten Schauspieler im deutschsprachigen Raum. Ob große Rolle - gar Titelrollen - oder auch nur Kurzauftritt, ob Film, TV oder Theater, das ist nicht die Frage: Sein Name steht jedenfalls für Präsenz und Wandelbarkeit.

 

Kurz und unheimlich gab er es im ZDF-Film „Du bist nicht allein“; ein großes Match der Alphatiere bestritt er als Verleger-Mann im Zweiteiler „Aenne Burda“; als Kommissar war er gefordert in „Die Muse des Mörders“ im ORF; auch dem „John McEnroe“ der deutschen Krimi-Reihe, „Falk“, gab er in der ARD einen sehr speziellen Charakter.

 

Und dann war da noch dieser Gerichtspsychologe, der regelmäßig seine Kompetenzen überschreitet: „Meiberger“. Mit dieser Serie hob das kleine ServusTV sein mutiges, fiktionales Engagement auf eine neue Ebene. Und der ROMY-Preisträger hob kräftig mit, in dem er diesem unkonventionellen Serien-Charakter Entwicklungspotenzial schenkte.  

 

 

Unkonventionell war auch Fritz Karls Entwicklungswegs: 1967 in Gmunden, Oberösterreich, geboren, brach das vormalige Mitglied der Sängerknaben das Gymnasium ab und verließ auch das renommierte Max-Reinhardt-Seminar in Wien vorzeitig. Es folgten Jahre bei freien Gruppen in Wien und schließlich Engagements am Volkstheater und an der Josefstadt. 1988 besetzte ihn Regisseur Dieter Berner erstmals fürs Fernsehen in der Arbeitersaga "Die Verlockung". Houchang Allahyris "Höhenangst" brachte ihm 1995 den Max-Ophüls-Preis als bester Nachwuchsschauspieler ein. Seinen Durchbruch beim breiten Publikum feierte Karl als Sebastian Reidinger an der Seite von Christiane Hörbiger in "Julia - eine ungewöhnliche Frau".

 

Fritz Karl kann Komödie, kann Liebesgeschichten, kann Krimi, kann Thriller: So spielte er 2003 neben August Schmölzer und Christoph Waltz im für den Deutschen Fernsehpreis nominierten Drama "Jennerwein". Es folgten Rollen wie im Grimme-Preis nominierten Drama "Auf ewig und einen Tag", im Vierteiler "Zodiak - Der Horoskop-Mörder" von Andreas Prochaska oder im Thriller "Eine folgenschwere Affäre", für den er 2008 als Bester Schauspieler für den Bayerischen Fernsehpreis nominiert wurde.

 

Seit 2013 verkörperte er den zwielichtigen, heroinabhängigen Polizisten Erich Kessel in Lars Beckers unregelmäßiger, aber hochklassigen Krimi-Reihe, die mit "Unter Feinden" startete. Ab 2014 spielte er den "Inspector Jury". Ein erinnerungswürdiges Duell lieferte er sich im gleichen Jahr mit Heino Ferch in „Spuren des Bösen: Schande“.

 

Er ist zudem eine fixe Größe bei hochklassigen Event-Produktionen fürs Fernsehen: Wie bei „Krupp – Eine deutsche Familie“, „Käthe Kruse“, „Maria Theresia“ oder „Maximilian“ – durch die Bank preisgekrönt.

 

Das gilt auch für Kino-Produktionen, etwa die vielfach ausgezeichneten Heimatkomödie von Marcus H. Rosenmüller "Wer früher stirbt, ist länger tot" (2006), Simon Verhoevens Publikumserfolg "Männerherzen und die ganz, ganz große Liebe" (2011) oder das Erste-Weltkrieg-Drama Der stille Berg (2014, Regie: Ernst Gossner). In Ruth Maders futuristischem Thriller „Live Guidance“ versuchte er, aus dem Zwangssystem auszubrechen, was auch die internationale Film-Kritiker-Vereinigung preiswürdig fand.

 

Fritz Karl gehört zu den Mitgründern der Akademie des Österreichischen Films.